Selbstliebe
Gewöhnliche Bedeutung:
Sich selbst annehmen, fürsorglich mit sich umgehen, sich wertschätzen.
Klartext-Bedeutung:
Das Aufhören der Trennung zwischen dem, was liebt, und dem, was geliebt werden soll.
In konventioneller Sprache ist Selbstliebe oft ein Ziel –
etwas, das man lernen, praktizieren oder verdienen muss.
Doch strukturell ist Selbstliebe kein Tun.
Sie ist der Moment, in dem kein Zwei mehr übrig bleibt: kein getrenntes Ich, das sich selbst umarmen muss.
Die Liebe im Selbst ist nicht gerichtete Zuwendung – sie ist das Feld, das entsteht, wenn das Selbstbild fällt.
Dann bleibt kein Urteil mehr übrig – weder positiv noch negativ.
Nur ein leiser Ausdruck des Seins, der nichts braucht, um vollständig zu sein.
Selbstliebe ist keine Bewegung vom Ich zum Ich.
Sie ist das Verschwinden der Bewegung selbst.