Fürsorge
Gewöhnliche Bedeutung:
Sich kümmern, Für jemanden sorgen, Schutz und Aufmerksamkeit geben
Klartext-Bedeutung:
Die Bewegung des Feldes zum Anderen hin – nicht aus Pflicht, sondern aus dem Erkennen, dass es keinen Anderen gibt.
Fürsorge wird oft als Handlung verstanden – als Mühe, Aufmerksamkeit, Verantwortung.
Doch strukturell ist sie kein Tun für jemand –
sie ist das Verschenken von Nähe,
weil Trennung nicht mehr gebraucht wird.
Wahre Fürsorge entsteht nicht aus Mangel oder Schuld,
sondern aus Stillwerden in Gegenwart.
Sie ist nicht: „Ich muss dich versorgen.“
Sondern: „Ich bin nicht getrennt von dem, was du fühlst.“
Fürsorge ist kein Helfen.
Es ist Berührung ohne Richtung.
Fürsorge fragt nicht, ob etwas verdient ist –
sie erscheint,
weil nichts mehr ausgeschlossen wird.